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N a c h l e s e
Unbekanntes Albanien
Durch die Schluchten des Balkan, ins Land der Skipetaren

17.04. – 26. 04. 2008.

Albanien – Europas „letztes touristisches Geheimnis“ Albanien – Kulturdenkmäler, alte Städte, endlose Strände – ein unbekanntes Land, ein fremdes Land, voller Geheimnisse. Wir haben  für Sie dieses Geheimnis  einer Reise nach Albanien, quer durch die Schluchten des Balkans gelüftet. Im Jahr 1989, noch während der "Alten Zeiten" war ich das erste mal mit einem Bus in Albanien. In den 90iger Jahren begleitete ich noch weitere sechs Reisegruppen in dieses faszinierenden Land. Es ist nun still geworden um Albanien und es gibt für Touristen absolut keine Hindernisse dorthin eine Reise zu machen. Das konnten viele Kunden 2007 mit Hangler-Reisen und  bei unserer dieser letzten Albanienreise feststellen.

Nicht nur das historische Albanien, mit den Burgen Klöstern und türkischen Städten, bietet etwas Besonderes, sondern auch das neue Albanien ist "sehenswert". In diesem Land herrscht eine Aufbruchstimmung, wie kaum sonst wo in Europa. Ein gewaltiger "Bauboom" hat in den letzten Jahren das Land erfasst. Bunte Häuser; nicht "Häuser", sondern Villen entstanden entlang der Hauptverkehrsstraßen. Tirana ist eine brodelnden, bunte, lebenslustige Stadt geworden. Unzählige Bars, Kaffeehäuser Restaurants sind entstanden und laden zum Verweilen ein. Jeder will Geschäfte machen. Albanien das Land der Händler und der größten „Mercedesdichte“ der Welt, überrascht alle Besucher.  Entlang der Straßen wird alles verkauft was man sich nur vorstellen kann, vom alten "Kram" bis zu den neuesten Fernsehapparaten. Ein Geschehen, von dem Sie fasziniert sein werden.
Die Hotels  verfügen über jeglichen Komfort. Alle Zimmer sind bestens ausgestattet  Dies Restaurants bietet Ihnen internationalen und albanische Speisen mit perfekter Bedienung. Eine Reise von der alle Teilnehmer begeistert waren.

Reisetagebuch:
17.04.08
 Bei nasskaltem Aprilwetter (4Grad) brechen wir auf. Wir fahren von  Ried über Linz und  Wels nach Graz zur Grenze in  Spielfeld, dann durch Slowenien weiter nach Zagreb, wo wir bei der Autobahnraststätte Plitvice unsere Mittagspause einlegen. Man würde meinen man ist noch zu Zeiten Titos. Nach dem 20 Gast bei dem Selbstbedienungsrestaurant, gab es nichts mehr zu  Essen!! Lustig! Es ging dann weiter auf der Autobahn bis Okucani, wo wir die Autobahn verlassen haben, dann die Save überquerten und die Grenze - Kroatien/Bosnien Herzegowina in der Stadt Bos. Gradiska erreichten. Wie immer ein Verkehrschaos in der engen Stadtdurchfahrt wo sich auch die Grenzstelle befindet. In diesem Jahr rasche Abfertigung dank meiner "Personenlisten" und nach 15 Minuten ging es weiter auf der E 761 nach Banja Luka. Die ersten Minarette tauchen auf Eine interessante Landschaft liegt vor uns. Bei  Jaice ein Fotostop mit Blick auf die mächtige Burg und ein herrliche Blick auf die "türkische" Altstadt. In Donji Vakuf wenden wir uns Richtung Osten, hinein in  die Schluchten und Berge des „Balkans“. eine für die meisten Reiseteilnehmer unbekannte Landschaft. Über den Koma-Paß erreichen wir Travnik und fahren durch enge Schluchten und viele Tunnels ins Tal des Flußes Bosna. Den ganzen Nachmittag schlechtes Wetter  kaum 10 Grad, auf den Bergen schneit es. Weit und Breit keine 27 Grad in Sicht, wie von mir vorhergesagt. In der Dunkelheit erreichen wir Sarajevo und beziehen im Hotel Grand die Zimmer. Bei einem vorzüglichen Abendessen  lassen wir den Tag ausklingen und erholen uns von den  900 Kilometer die wir an diesem Tag zurückgelegt haben. 

18.04.08. Nach dem reichhaltigen Frühstück im Hotel,  machen wir  eine kurze Stadtbesichtigung von Sarajevo das liebevoll restauriert wurde. Kaum haben wir das Hotel verlassen läutet mein Handy, wie immer zur unpassenden Zeit, mitten unter meinen Erklärungen, ich schalte auf Besetztton, doch der Anrufer lässt nicht locker. Es ist das Hotel, ein Fahrgast hat im Zimmer die Tasche vergessen!!!!! Wir Besuchen dann  den Basar mit seinen vielen Geschäften und Handwerkern  und den  einzigartigen Moscheen. Alle sind faszinieren von dem orientalischem Flair. Unser Fahrer Hans (Chef von Hangler-Reisen) holte in der Zwischenzeit die vergessene Tasche.   Am Vormittag geht es dann weiter durch die Gebirge Bosnien Herzegowina über den 1113 Meter hohen Rogoj-Pass. Es sind weit und breit keine 27 Grad. Es regnet darunter auch manche Schneeflocke, es hat 5 Grad. Talwärts durch eine faszinierende Gebirgsschlucht erreichen wir das gewaltige Drina Tal. Wir überqueren die Drina und nach 500 Meter beginnt das Abenteuer E 762. Die Straße ist maximal 3 Meter breit, enge Kurven und Brücken, jedoch teilweise neu asphaltiert. Auf der linken Seite steile Felsen auf der rechten Seite bis zu 200 Meter tief die Schlucht der Drina, ein atemberaubender Ausblick auf das türkisgrüne Wasser des Flusses.  Nach 25 Kilometer erreichen wir die Grenze Bosnien-Herzegowina zu Montenegro. Abfertigung Bestens, 15 Minuten bei der Ausreise. Auf einer Behelfsbrücke überqueren wir die Tara,  beliebt bei Raftingsportler und erreichen die Abfertigung von Montenegro. Zuvorkommende und verwunderte Zöllner und Polizisten fertigen uns innerhalb 15 Minuten ab. An dieser Grenze gibt es nur einmal im Jahr einen österreichischen Autobus, und das sind wir. Von nun an  ist die Straße ausgebaut und wir fühlen uns wie zu Hause. Es beginnt  der phantastischste Abschnitt an die
sem Tag. Das Tal der Piva liegt vor uns. Mit jedem Meter wird es enger, die Straße steigt immer höher hinauf,  unter uns liegt der türkisblauen Fluss, dem wir  entlang fahren und einige Fotostops einlegen. Über ein 500 Meter lange Brück, die sich über dieses einzigartige Tal spannt erreichen wir das linke Steilufer der Piva und fahren durch unzählige Tunnels bis auf die 200 Meter hohe Staumauer, die in den 70iger Jahren als damals größtes Stauwerk Mitteleuropas in dieses Tal gebaut wurde.  Es regnet in Strömen, unser geplantes Mittagessen im Freien, verlegen wir kurzerhand in den Bus und Hans serviert das "Hangler-Menue" - Würstel mit Senf und Brot. Am Rande der Staumauer, wo wir mit dem Bus stehen ist anscheinend Parkverbot, das uns einer der Wächter mit Hupzeichen  andeuten will, aber nicht aus seinem Auto aussteigt. Gut gestärkt setzten wir die Fahrt entland des Pivska-Stausee fort. Gut 30 Kilometer ist dieser lang und wir fahren durch eine wild zerklüftete Gebirgslandschaft am Rande des Drumidor-Gebirge. Kurz nach dem Stausee erreichen wir das Pivski-Kloster, das im Stausee versunken wäre, hätte man nicht in 15 jähriger mühevoller Arbeit die Klosterkirche abgebaut und an dieser Stelle die Klosterkirche mit seinen eindrucksvollen Fresken wieder neu errichtet. Zur Zeit wir es nur von einem Mönch bewohnt, dieser  kümmert sich liebevoll um die wenigen Gäste und kredenzt auch selbstgebrannten Slibowitz. Nach diesem letzten Programmpunkt fahren wir über eine Hochebene mit Ausblick auf einige der 20 Gipfel des Drumitor über  Niksic  nach Podgorica, das einstige Titograd. Im einst "Ersten Haus am Platz" beziehen wir die Zimmer. Ein Hauch von Marschall Tito zieht durch die Räumlichkeiten. Nicht nur das Hotel, sondern auch das Personal gehörte hier unter Denkmalschutz gestellt. Als Erinnerung an die guten 70iger Jahre in Jugoslawien. Der Kellner bringt  das Essen  mit Geschwindigkeit und einem Gesicht, dass einem das Lachen vergehen müsste. Lümmel beim kassieren am Tischrand und ist sauer, wenn eine neuer Gast ins Restaurant kommt, weil er sich von seinem bequemen Sessel neben der Küchentür erheben muss. Einfach super!!! Das Abendessen war gut, das Bier aus Niksic hat allen gemundet und für alle Gäste die im 5 Stock die Zimmer hatten, war es eine ruhige Nacht. Hans und ich hatten unsere Zimmer leider  im 2. Stock über dem Ballsaal des Hotels und so lagen wir direkt auf der Trommel der Musik die bis 2 Uhr früh  aufspielte. Traumhafte 260 Kilometer und eine schlaflose Nacht liegen hinter uns. 
19.04.08. Nach dem Frühstück setzten wir die Reise zur albanischen Grenze fort. Die Strasse wir immer schmäler und schlecht und man fragt sich ist man noch am rechten Weg? Doch nach 30 Kilometer  bei Hani i Hoti erreichen wir Albanien. freundlichste und zuvorkommende Grenzpolizei und Zoll empfangen uns, schnellste Abfertigung ermöglichen eine Weiterfahrt bereits nach 20 Minuten. "Nun kann das Abenteuer Albanien" beginnen. Durch den Skandarsko Nationalpark, entlang des gleichnamigen Sees, vorbei an alten und neunen Zeitzeugen, Bunker, Kirchen, Moscheen und vielen bunten Häusern  erreichen wir Shkoder und lernen die Vielfalt des albanischen Straßenzustandes kennen. Ein  kurzer Aufenthalt zum Geldwechsel und Hineinschnuppern. Weiter geht es durch das gewaltige Flussdelta des Fierzeh nach Leshe. Wir besuchen die Grabstätte des Albanischen Nationalhelden Skanderbeg und legen eine Mittagspause ein. Der erste Kontakt mit der albanischen Bevölkerung die ausgesprochen freundlich und nett ist,  überrascht alle Reiseteilnehmer. In der Zwischenzeit ist es schön geworden und wir haben schon 20 Grad.  Am Nachmittag geht es  zur gewaltigen Festungsanlage von Kruja. Durch uralte Olivenhaine erreichen wir die Stadt mit seinen Hochhäusern und durch enge Gassen fahren wir hinauf zu mächtigen Festung  mit herrlichem Blick zum adriatischem Meer und unterhalb einem originellen türkischen Basar. Mit unserm Kriegsveteran, der im 2. Weltkrieg auch hier war, versuche ich die Lage des damaligen Lagers zu orten, was aber nicht mehr möglich ist, da Kruja damals eine kleines Dorf mit 50 Häuser war. Beeindruckt von dem Gesehenen fahren wir nun auf einen tadellosen Autobahnstück, durch die Ebene nach Durres und beziehen die  Zimmer im  5 Sterne Hotel Adriatik, direkt am endlosen Sandstrand gelegen. www.adriatikhotel.com . Beim gemeinsamen  Abendessen lassen wir diesen ersten Tag in Albanien ausklingen.  Die ersten 193 Kilometer auf Albaniens Straßennetz!

20.04.08. Strahlender Sonnenschein, 20 Grad und unser neuer Reisebegleiter Martin begrüßen uns zum Frühstück. Am Vormittag lernen wir mit Ihm Durres mit seiner antiken Vergangenheit kennen. Besichtigen des römischen Amphitheaters und spazieren durch die neue Stadt zur Strandpromenade, wo uns Hans abholt und wir in die 30 Kilometer entfernte Hauptstadt Tirana fahren. Gut dass es Sonntag ist, so kommen wir rasch voran und können vom Bus aus die Stadt kennenlernen. Am Universitätsgebäude am Ende des breiten Boulevard halten wir und machen einen Spatziergang zum Kriegerdenkmal für deutsche Soldaten des 2. Weltkrieges, wo unser Veteran auch den Namen seines Kommandanten findet. Zurück beim Bus geht es nun weiter, durch die neuen "Häuserschluchten" zur Talstation des Dajte, dem Hausberg von Tirana. Für viele verwunderlich ab doch wahr erklimmen wir mit einer österreichischen "Doppelmayer-Seilbahn" diesen Berg. Auf einer Höhe von 1100 Meter bringen uns kleine Busse zum Bergrestaurant "Panorama" mit herrlichen Blick auf die darunter liegende Millionenstadt, wo wir unser Mittagessen einnehmen. Gestärkt geht es wieder ins Tal und es hat 29 Grad !!! Zu Fuß wird der "Block" das ehemalige Regierungs- und Sperrgebiet, in dem sich jetzt an die 100 Lokale aller Art befinden, erkundet. Vorbei an der Villa vom ehemaligen Diktator Albaniens,  Enver Hoxhas spazieren wir durch den Volkspark zum Skanderbeg-Platz dem Herzen der Stadt. Ein Abstecher zu einem Bauernmarkt rundet den Besuch Tiranas ab. Am späten Nachmittag geht es wieder zurück nach Durres. Nachdem einige Probleme mit nicht zu öffnenden Türen von mir gelöst wurden und ich mich dann selbst vom Zimmerausgesperrt habe, genießen wir das  Abendessen im Restaurant des Hotels Adriatik, mit Blick aufs Meer und einem herrlichen Sonnenuntergang. Leppische 109 Kilometer und fast alles Autobahn! Eigentlich fad!
21.04.08. Ein traumhaft schöner Tag beginnt: Nach dem  Frühstück im Hotel fahren wir  in den Süden. Am Weg Richtung Fiere besuchen wir ein griechisch/orthodoxes Kloster mit gewaltigem Ausblick auf die grandiose Ebene des Flusses Semanit. Nach kurzer Fahrt, durch enge Dörfer und auf einer Art Feldwege, erreichen wir das antike Apollonia mit seinen griechisch/römischen Ausgrabungen, die eingebettet in riesige Olivenhaine, eine unglaublich Ruhe ausstrahlen. Keine Touristen!!! Nur wir und die Natur. Nun geht es weiter in den Süden.  Wir durchfahren Vlore, richtig gesagt möchten es durchfahren; ein Tunnel der leider nicht für die etwas höheren Busse gebaut ist, hindert uns daran. Macht aber nichts, es ist ein schöner Strand mit diversen Lokalen, also machen wir Mittagspause.  Ein Lokal am Meer bietet sich mit seinen Pizzas geradezu an. Martin unser albanischer Begleiter nimmt alle Essenswünsche auf, wir servieren gemeinsam die Getränke und nach etwa 30 Minuten müssen wir feststellen, dass jetzt erst der Pizzaofen angeheizt wird, alles eben gemütlich, mit albanischer Ruhe!! Darauf hin zahlen wir und räumen hungrig das Feld, doch fast jeder hatte ein Bier, das ja angeblich mindestens einem Schnitzel entspricht. Zum Trost gibt es noch für die ganz hungrigen ein Stück Brot aus Hanglers Bordküche vom gestrigen Mittasgmenü.
Nun müssen wir uns aber erst einen Ausweg aus der Stadt suchen!! Über "Stock und Stein" erreichen wir doch dann wieder den rechten Weg. Auf einer schönen neu  ausgebauten Straße erreichen wir    den Llogarase Pass und sehen zum ersten mal tyrrhenische Meer. Wir freuen uns über die guten Straßenverhältnisse. Nur mehr 70 Kilometer bis Sarande! Unzählige Kurven bringen uns wieder hinunter zum Meer: Plötzlich - aus mit der schönen Straße: Feldweg, Karrenweg, Wanderweg, Baustelle, Baustelle, Baustelle, so die Kurzbezeichnung für die nächsten 60 Kilometer. Plötzlich steht man wieder vor fast unüberwindbaren Hindernissen Aber - die Landschaft, die Ausblicke, die Dörfer und Meeresbuchten sind unvergleichlich schön, sind aber für „Mensch und Maschine“ etwas beschwerlich und würden eher den Ansprüchen „Karl Mays, hoch zu Ross", gerecht werde. 
Endlich nach fast 6 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 14 Kmh!!!! erreichen wir unser Hotel Butrinti in Sarande. (www.hotelbutrinti.com). Das gemeinsame Abendessen schmeckt heute besonders gut und nur wenige Gäste hören die Musik von der gegenüberliegenden Disco. Haben wir doch heute in 13 Stunden doch glatt 265 Kilometer zurückgelegt!
22.04.08. Ein vorzügliches Frühstück  und ein strahlender Tag empfängt uns. Wir fahren entlang des tief ins Land reichenden Meerarmes von Butrinti zu den Ausgrabungen der antiken Stadt. Der Blick auf die  nur einen „Steinwurf“ entfernte Insel Korfu begleitet uns. Angelangt am Parkplatz begegnen uns das erste mal auf unserer Reise, auch andere Touristen, die von Korfu aus einen Tagesausflug hierher unternehmen. Ein Spaziergang durch die  überaus eindrucksvollen Stätte die zu den größten Sehenswürdigkeiten Albaniens bzw. Europas zählen steht am Programm. Eingebettet in eine herrliche Naturlandschaft spaziert man durch 2000 Jahr Geschichte, ein Erlebnis. Zu Mittag fahren wir zurück nach Sarande und genießen für den Rest des Tages den wunderschönen Tag, den wir mit einem vorzüglichen Abendessen abschließen. Hallo! Heute nur 39 Kilometer gefahren.
23.04.08. Es heißt wieder Kofferpacken und nach dem Frühstück setzen wir unsere Reise Richtung Osten. Seit Gestern diskutiere ich mit Hans und Martin über das "Blaue Auge" eine Flussquelle die am Weg liegt und die ich unbedingt besuchen möchte.
"Zu wenig Zeit! Zu weit weg von unserer Route, nicht möglich für den Bus...... usw. !!,  sind die einstimmigen Aussagen Beider. Aber kurz vor der Abzweigung mische ich mich ins Geschen ein  und wir biegen letztendlich links ab. Über eine schmale Staumauer fahren wir zwei Kilometer in ein enges Tal - bis es nicht mehr weitergeht. Hier ist es aber breit genug um den Bus zu wenden. Was uns beim "Blauen Auge" ( Syri j Kalker) erwartet,  ist einmalig. Ein gewaltiger Quelltopf mit tiefblauen Wasser und rundherum uralte Baumriesen. Alle Reiseteilnehmer einschließlich Hans sind begeistert. Der Abstecher wir unvergesslich bleiben. Über eine schön ausgebaute Passtrasse erreichen wir nahe der griechischen Grenze das gewaltige Drinotal und besuchen die Stadt Gjirokaster. Ein Spaziergang durch die Altstadt, durch die engen und steilen Gassen versetzt Sie um Jahrhunderte zurück, wären da nicht die unzähligen Mercedes die durch die engen Gassen kurven.  Bis heute wirkt die Atmosphäre, trotz der kleinen modernen Geschäfte, sonderbar und verwunschen. Jedes der kleinen Steinhäuser wirkt wie eine Festung. Nach Abschluss des Rundganges werden wir auch noch zum "Fernsehstar". Ein lokaler Fernsehsender befragt Martin, Hans und mich über die Gründe der Reise nach Albanien, da doch in dieser Stadt Touristen aus Österreich eine Unikum sind. Die Reise setzten wir nun Richtung Norden fort. Wir passieren Tepelene, kommen ins Vjosetal, durch die gewaltige Bergwelt Südalbaniens geht es Richtung Ballsh. Heut Mittag gibt es wieder das berühmte "Hangler-Menue". Bei Ballsh bekommen wir neue "Begleiter". Eine Unzahl von Ölpumpen, die das "schwarze Gold" Albaniens fördern verschönen über 50 Kilometer die Landschaft. Durch die Semanit-Ebene und das Tal dieses Flusses geht es zu unserm letzten Programmpunkt. Berat, die Stadt der 1000 Fenster, überragt von einer mächtigen Burg. wir erklimmen den höchsten Punkt und besuchen auch das eindrucksvolle Museum mit den weltberühmten "Ornuffi-Ikonen". Nach einem Aufenthalt auch in der Stadt fahren wir am späten Nachmittag nach Tirana und beziehen in Rogners Hotel Europapark unsere Zimmer. (www.hotel-europapark.com)
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Hans, Martin und Herr Bros, der Direktor des Hotels  haben eine ausführliche Diskussion mit einem "Asphalt-Sheriff" der der Meinung ist, dass wir am Gehsteig geparkt haben, während das Gepäck ausgeräumt wurde. Die Auseinandersetzung dauert etwa eine Stunde und endet damit, dass Herr Bros die Strafe bezahlt und über seine Anwältin, die ja in diesem Land sowieso für das Hotel viel zu tun hat, eine Beschwerde beim Tourismusminister einreichen wird.  Das Abendessen schmeckt ausgezeichnet, die Bedienung es hervorragend und der Garten der "Oase Europapark" ist ein Gedicht. Nach 339 Kilometern aller Variationen der albanischen Straßen, schlafen alle gut. 
24.04.08
.Das Frühstück beim Rogner übertrifft alles, selbst Prosecco gibt es.  Heute steht eine Ausflug in den östlichen Landesteil am Programm.  Von der Stadt hinaus geht es bereits bergwärts. Viele Kurven, immer höher steigt die Straße, die Aussicht wird immer schöner, bis wir auf ein Höhe von fast 2000 Meter auf einem Gebirgskamm entlang fahren. Diese Straße wurde im ersten Weltkrieg gebaut um die damals zum erstenmal im Kriegseinsatz befindlichen Flieger abzuschießen. Wie aus dem Flugzeug sehen wir Bergdörfer, Felder, tolle Felsformationen, einfach eine "atemberaubende" Strecke. Über steile Serpentinen geht es hinunter ins Shkumbimtal in der die "Stahlstadt" Elbasan liegt. Am Busbahnhof trifft Hans die Albanische Familie für die wir von österreichischen Freunden einige Koffer mitgenommen haben. Mit Martin besuchen wir die Festungsstadt und mit unserem Veteran versuchen wir die Stelle zu lokalisieren, wo er im 2. Weltkrieg sechs Monate verbracht hat. Bei der Ausfahrt aus der Stadt finden wir endlich den Hügel auf dem er damals Wache halten musste. Erinnerungen werden wach. Es ist schon eine Leistung für den 85 jährigen, der so fit und interessiert an dieser Reise alleine teilnimmt. Er ist der einzige von vier Kameraden die sich nach dem Krieg versprochen haben, wenn es wieder möglich wird noch einmal  nach Albanien zurückzukehren. Leider leben die anderen drei Kameraden  nicht mehr.  Es geht weiter durch das Tal des Shkumbinit nach  Perrenjas einer ehemaligen Bergwerksstadt in der wir einen "Eisenbahnfriedhof" mit chinesischen Lokomotiven besuchen. Über einen Bergpass erreichen wir den Ohrid See. Wir fahren entlag des reinsten und wohl auch des fischreichsten  Sees in Europa und erreichen die Stadt Pogradec. Eine Stadt der Gegensätze. Im Park am See sind alle Bänke besetz, mit Pensionisten die "Domino" spielen. In der Stadt unzählige Geschäfte, es wimmelt nur so von Menschen. Manche unsere Gäste meinten, doch besser in ein Restaurant zum Essen zu gehen. Gott sei dank war Martin dabei, so haben sie wenigsten nur!!! 2 Stunden gebraucht und den Bus pünktlich zur Abfahrt erreicht. Am Nachmittag fahren wir auf der selben Strecke nach Tirana zurück. Die Rückfahrt ist wieder atemberaubend, da die Abendsonne die Landschaft in ein besonders Licht taucht. Ein herrlicher Tag mit nur 283 Kilometer am "Buckel" endet mit einem vorzüglichen Abendessen und einer "Zipfer-Halbe" beim Rogner. 
25.04.08.
Ein letztes Frühstück in Albanien. Es geht bis Shkoder, dort verlassen wir uns Route der Anreise und erreichen nach wenigen Kilometer die Grenze zu Montenegro, westlich des Skandar See. Die Grenzstation ist eine einzige Baustelle, da sie ausgebaut wird, für die vielen Touristen die aus Montenegro für einen Tag nach Albanien kommen.  Die Abfertigung dauert nur 15 Minuten. Entlang der Adriaküsten fahren wir über Budvar in die Bucht von Kotor. Wir besuchen die liebevoll restaurierten,  mit einer gewaltigen Festungsmauer umgebene Altstadt und verbringen hier die Mittagszeit. Immer dem Meer entlang geht es nach Dubrovnik. Wir bewundern die Stadt von oben, wo auch das Kreuzfahrtschiff MS Poesia vor Anker liegt, mit dem man bei Hangler-Reisen eine Kreuzfahrt ins östliche Mittelmeer buchen kann. Es geht schnell voran, leider keine Baustellen, keine Schlaglöcher, "fader" glatter Asphalt, "langweilige" ausgebaute Straßen. Doch halt! Plötzlich im Nertevatal, Fahrverbot Richtung Split! Endlich wieder Baustelle, Umleitung!! 40 Kilometer!!!. Nichts mit 18 Uhr im Hotel in Brela. doch gut, die Umleitung landschaftlich einmalig. Mit1,5 Stunden Verspätung und 489 Kilometer erreichen wir dann Brela, genießen das Abendessen und gehen alle früh schlafen, da morgen ein langer Tag vor uns lieg
26.04.08.
Frühstück um 6.30 Uhr - Mitten in der Nacht, Aufbruch am letzten, traumhaft schönen Tag. Einige Kilometer noch dem Meer entlang, dann  auf die neue kroatische Autobahn, die uns ganz schnell, aber doch auch "langsam" aus einer "anderen Welt" wieder nach Hause bringt. Quer durchs das Dinargebirge mit seinen abwechslungsreichen Landschaften, durch Nebel und Regen erreichen wir 
  Zagreb  und die Phyrnautobahn. Ich lasse die letzten 10 Tage noch einmal Revue passieren. Wir  kehren zurück mit der Erkenntnis, einer der "Touristen-Pioniere" zu sein, die mit einem Bus ein Land erkundet  haben, das in den Köpfen unserer Mitmenschen alles Andere als ein Reiseland ist. Aber ich und alle Reiseteilnehmer wissen, wie es wirklich ist. Eine Reise in eine andere Welt, eine Welt der Gegensätze, der Berge und Flüsse, der Naturschauspiele, aber auch der Umweltsünden, des Baubooms und der größten Mercedesdichte der Welt.  Um 3800 Kilometern und vielen neuen Erfahrungen reicher,  werden uns diese Tage lange in  Erinnerung bleiben.

Zum Gelingen, dieser von mir zusammengestellten und auch organisierten Reise, hat mein Chef und Fahrer Hans Hangler  einen riesengroßen Beitrag geleistet. Er steuerte den Bus  von allen möglichen und fast unmöglichen Situationen unbeirrt,  sicher und souverän durch die Lande. Und sorgte dafür dass wir sicher und gesund wieder nach Hause zurückgekehrt sind.
Auf diesem Weg auch unseren albanischen Begleiter Martin Mato herzlichsten Dank für seine liebevolle, umsichtige und professionellen Betreuung.

Hermi Kürner

 

Der  Termin für 2010 ist der  23. April bis 02. Mai  2010.